Inspiration? – Der Garten Majorelle in Marakesch

Im Rahmen einer Urlaubsreise besuchte ich kürzlich den Jardin Majorelle in Marrakesch.

Der Garten wurde ab 1923 vom französischen Maler Jacques Majorelle zusammen mit einer Villa und einem Atelier angelegt. Bereits 1947 öffnete der Maler den Garten für die Öffentlichkeit.

1980 wurde die im Laufe der Jahre stark verwilderte Anlage von Modedesigner Yves Saint Laurent und seinem Partner erworben, restauriert und augenscheinlich partiell umgestaltet. Vorwiegend privat genutzt, wurde der Garten ab 2008 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das heutige Erscheinungsbild des Gartens wird geprägt durch einen sehr dichten Bestand an Bambus, Palmen und Sukkulenten von verschiedenen Kontinenten durch den ein relativ frei angelegtes Wegenetz führt. Das malerisch verwachsene Dickicht wird einzig und allein durch in blauen Farbtönen gehaltene Baulichkeiten und Pflanzgefäße akzentuiert. In Kombination mit den verschiedenen Grüntönen und Blütenfarben machen sie den Charme des Gartens aus und sind auf alle Fälle eine Anregung für die Gestaltung hiesiger Gärten.

Die Gartenbauten wie Pavillons, Wasserbecken und -kanal stammen wohl noch aus der Entstehungszeit der Anlage. Sie sind typisch für einen arabische Garten. Bei diesen steht  besonders das Wasser im Zentrum und wird als lebenswichtiges und wertvolles Element besonders hervorgehoben. Es ist anzunehmen, dass die jetzt eher unbedeutend wirkende Wasserachse einst Kernstück des Gartens war. Etwas weniger Pflanzenwuchs würde diesem Gartenbereich gestalterisch sicher  gut tun.